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Skirurlaub: So verlädst du dein Wintergepäck richtig!

Deine Freunde sind ungeduldig, also Kofferraum auf, schnell den Sitz umgelegt, Ski, Board, Helme und Koffer reingeworfen, den Kleinkram oben drauf gestopft und los gehts. Wenn du so in den Skiurlaub startest ... hast du einiges falsch gemacht!
 
Denn noch bevor dir deine Bretter an den Füßen Skispß bereiten, sorgen sie im schlimmsten Fall für schwerste Verletzungen. Wir zeigen dir in einem Crashtest welch verheerende Wirkung es hat, wenn dein Gepäck auf der Fahrt in den Winterurlaub nicht richtig gesichert ist. Skier bohren sich in Rückenlehnen, Skistiefel treffen Köpfe, Insassen werden schwer verletzt.

Wer so locker seine Ski ins Auto wirft...

Ein ungesicherter Gegenstand, der eigentlich nur 20 Kilogramm wiegt, trifft bei einem Crash mit Tempo 50 mit einer Wucht von bis zu einer Tonne auf.
Im ersten Versuch klappten unsere ADAC Experten die Rückbank um und legten Skier, Helme, Skisstiefel sowie Koffer lose in den Stauraum. Die Folgen: Beim Aufprall mit 50 km/h wurde das gesamte Gepäck nach vorne geschleudert, traf Fahrer und Beifahrer. Der Innenraum wurde völlig demoliert. Die Sitze konnten nicht Stand halten.

...dem fliegen sie beim Unfall als Geschoss um die Ohren.

Im gefährdeten Bereich der Lendenwirbel der Dummys wurde das dünne Schaumstoff-Polster durch die Skier so stark deformiert, dass es im Ernstfall zu schweren Wirbelsäulenverletzungen gekommen wäre.

Beim zweiten ADAC Crash wurden Koffer und Skier festgezurrt, die Skistiefel hinter dem Vordersitz im Fußraum verstaut. Das Ergebnis: Das Gepäck blieb dort, wo es hingehört. Zwar war die Rückenlehne der Rücksitzbank mit den schweren Koffern bereits an der Belastungsgrenze angekommen, aber Gefahr für die Insassen bestand nicht.

Richtige Ladungssicherung ist lebenswichtig!

Wir empfehlen dir für Urlaubsfahrten Autos mit Zurrösen zu nutzen und das Gepäck daran zu befestigen – auch deinen Skihelm. Beim Anbringen der Gurtbänder solltest du auf eine gleichmäßige Spannung achten. Die losen Skistiefel am besten in den beiden Fußräumen hinter Fahrer und Beifahrer verstauen.
Ein nicht gesicherter Gegenstand entwickelt im Crashfall bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h das 30- bis 50-fache seines Gewichtes an Wucht. Die Rücksitze sollten nicht grundsätzlich umgeklappt werden, sie dienen nämlich bei einem Unfall als schützende Trennwand. Übrigens: Ungesicherte Ladung wird mit Punkten in Flensburg und Geldstrafe geahndet. Außerdem kann es nach einem Unfall Probleme mit der Versicherung geben.



Wenn du deine Ski lieber auf dem Dach in einer Dachbox transportieren möchtest, lies unseren aktuellen Dachboxentest!