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Führerscheinerwerb bei körperlicher Behinderung


Hast du eine körperliche Behinderung, ist der Weg zu Führerschein und eigenem Auto kein unrealistischer Wunschtraum. Der Führerscheinerwerb ist möglich. Es gibt aber einige Dinge zu beachten. Wir haben dazu einen kleinen Leitfaden zusammengestellt.


Die richtige Fahrschule finden
Wenn du den Entschluss gefasst hast, einen Führerschein zu machen, solltest du dir eine Fahrschule suchen, die auf die Ausbildung von Menschen mit körperlicher Behinderung spezialisiert ist. Adressen für solche Fahrschulen bekommt man z.B. bei REHA-Zentren, den Fahrlehrerverbänden der einzelnen Bundesländer oder über die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.
Ist eine Fahrschule gefunden, kannst du mit deren Hilfe einen Antrag auf Erteilung der Fahrererlaubnis bei der zuständigen Fahrererlaubnisbehörde stellen.

Eignungs-Check für den Führerschein
Je nachdem
ob und welche Angaben du zu deiner Behinderung im Antrag gemacht hast, prüft die Behörde bei bestehenden Krankheiten und
körperlichen Beeinträchtigungen, ob diese das Autofahren für dich ausschließen oder beeinträchtigen. Beschränkungen bzw. Auflagen im Führerschein können daraufhin angeordnet werden. Die Führerscheinstelle fordert dann, dass du als Antragsteller ein ärztliches und gegebenenfalls zusätzlich ein technisches Gutachten machen lässt. Sie legt die Fragen fest,
die im Hinblick auf deine Eignung zu klären sind.
Manchmal muss der Führerscheinanwärter bei einer Fahrprobe sein Können unter Beweis stellen, bevor er zur Führerscheinprüfung zugelassen wird. Durch die Gutachten wird unter anderem genau ermittelt, wie das Fahrzeug angepasst sein muss und mit welchen Zusatzgeräten es ausgestattet sein sollte, damit das Fahren für dich sicher ist.

Behindertengerechte Umrüstung des Autos

Wenn du dir ein eigenes Auto zulegen willst, gilt vorab zu klären - vor allem bei der Notwendigkeit der Umrüstung - ob z.B. vom Arbeitsamt oder einer Berufsgenossenschaft mit Zuschüssen gerechnet werden kann. Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten manchmal übernommen.

Vergünstigungen beim Neuwagenkauf
Einige Fahrzeughersteller bieten Sondernachlässe beim Neuwagenkauf an. Vorausgesetzt wird ein Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent mit Merkzeichen "G", "aG", "H" oder "Blind". Eine Mitgliedschaft im BbAB (Bund behinderter Auto-Besitzer e.V.) ist Voraussetzung, um einen Teil dieser Vergünstigungen in Anspruch zu nehmen.

Eine ausführliche ADAC-Broschüre "barrierefrei mobil", findest du hier. Sie gibt dir detaillierte Info zum Thema Antragstellung und Führerscheinerwerb, Fahrzeugumrüstung und mehr.



Mehr Infos zu Vergünstigungen beim Neuwagenkauf und eine Liste der Hersteller mit ihren konkreten Preisnachlässen findest du hier.

Wo sich ein Betrieb in eurer Nähe befindet, der Fahrzeuge behindertengerecht umrüstet findest du unter: www.vfmp.de