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Langsam Warmfahren: die Zweiradsaison beginnt!


Jetzt gibt's bald wieder Fahrspaß auf zwei Rädern, der Winterschlaf deines Bikes ist vorbei, es geht wieder raus auf die Straße!
Hier sind unsere Tipps zum Start in die Bikersaison!


Mit steigenden Temperaturen sind die Roller- und Motorradfahrer wieder auf der Straße. Wenn zum 1. April viele Saisonkennzeichen aktiv werden, gibt es noch mehr Zweiradfahrer, die ihre erste Tour fahren. Damit dein lang ersehnter erster Ausflug mit der Maschine ein gelungerner Spaß wird, solltest du dich auf das Biken nach der Winterpause gut vorbereiten.

 

  • Vor der ersten Fahrt musst du alle technischen und sicherheitsrelevanten Bestandteile der Maschine überprüfen (siehe zweiter Reiter), insbesondere Lichtanlage, Bremssystem und Reifen. Schiebe Mängel nicht auf die lange Bank, sondern beseitige sie noch vor der ersten Ausfahrt.
  • Als geübter Biker weißt du, dass richtige Kleidung eine Voraussetzung für sicheres Fahren ist. Helm, Handschuhe, Funktionsunterwäsche, warme Kombi und Nierengurt bzw. Rückenprotektor sind gerade in der Übergangsjahreszeit unverzichtbar. Auffällige Kleidung mit Reflektionsstreifen macht dich als Motorradfahrer für andere Verkehrsteilnehmer besser sichtbar. Außerdem solltest du das Helmvisier auf Kratzer untersuchen und im Zweifelsfall austauschen.
  • Dein Reaktions- und Wahrnehmungsvermögen ist zum Saisonstart nicht mehr so trainiert, wie zum Saisonende. Lange und anspruchsvolle Ausflüge wie Berg- und Passfahrten solltest du deshalb anfangs vermeiden. Besser ist es, Körper und Geist bei gemächlichem Einrollen nach und nach wieder an die Maschine zu gewöhnen. Bei einem ADAC Motorradtraining kannst du in stressfreier Atmosphäre den Gleichgewichtssinn schärfen und das Gefühl für Bremsen und Schräglage verbessern.
  • Bei den ersten Ausflügen im Frühlingsverkehr solltest du als Zweiradfahrer möglichst defensiv fahren. Die Autofahrer haben sich noch nicht an die Motorräder auf den Straßen gewöhnt und unterschätzen oftmals deren Beschleunigungsvermögen. Auch haben viele Autofahrer Schwierigkeiten, sich bei Ausweich- und Bremsmanövern in die Biker hineinzuversetzen. Das kann zu lebensgefährlichen Situationen führen. Darum: Fahre im eigenen Interesse rücksichtsvoll und vorausschauend!
  • Eine defensive Fahrweise ist auch deshalb angebracht, weil es vor allem in Waldstücken und auf Brücken morgens noch eisglatte Straßenabschnitte gibt. Auch Schlaglöcher nach dem langen harten Winter, sowie noch nicht entferntes Streumaterial können für Zweiradfahrer verhängnisvolle Überraschungen bedeuten.

Wenn du deine Maschine im Herbst gut gepflegt abgestellt und eingemottet hast, benötigst du jetzt nur noch wenige Handgriffe, um schnell in den Frühling starten zu können. Hier unsere Checkliste für dich, wie du dein Motorrad technisch aus dem Winterschlaf weckst!

  • Motorrad von Staub- oder Konservierungsmittelresten reinigen und eine ausreichend befüllte und geladene Batterie einbauen.
  • Stand von Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und gegebenenfalls Kardanöl messen und bei Bedarf nachfüllen. Sollte einer dieser Betriebsflüssigkeiten seit dem Einwintern weniger geworden sein, das entsprechende Bauteil auf Dichtheit untersuchen.
  • Zündkerzen und Zündkerzenstecker auf festen Sitz prüfen und die Lichtanlage testen.
  • Funktion der elektrischen Anlage testen, z.B. Kill-, Kupplungs- und Seitenständerschalter.
  • Antriebskette korrekt spannen und schmieren.
  • Bremsbeläge, Bremswirkung, Druckpunkt der Bremse und Freilauf der Räder prüfen. Auch die Armaturen, wie etwa Bowdenzüge, auf Leichtgängigkeit checken.
  • Das Reifenprofil sollte mindestens 2 mm betragen. Luftdruck prüfen, bei sehr niedrigem Luftdruck Reifen auf undichte Stellen untersuchen.
  • Falls vorhanden Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. Bei Motorrädern mit Vergaser Benzinhahn öffnen (meist PRI-Stellung am Benzinhahn) und frischen Kraftstoff in den Vergaser laufen lassen. Danach Benzinhahn wieder schließen.
  • Zum Starten des Motors Beleuchtung wenn möglich vollständig abschalten. Motor mit Choke und ohne Gas in Betrieb nehmen und mit vorerst möglichst niedriger Drehzahl kurz laufen lassen. Sollte sich der Startprozess über längere Zeit hinziehen, Kontrollleuchten beobachten und Anlasserbetrieb für einige Minuten unterbrechen. Wenn die Kontrollleuchten deutlich dunkler werden, fremde Starthilfe, zum Beispiel von einem Auto, in Anspruch nehmen. Die Batterie und der Anlasser können sonst beschädigt werden.


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