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How To: Verhalten nach einem Wildunfall

Jetzt im Herbst ist das Risiko eines Wildunfalls besonders hoch. In unserem How To zeigen wir euch, wie ihr Wildunfälle möglichst vermeidet und was ihr tun solltet, wenn doch ein Unfall passiert.

Faktoren wie die frühere Dunkelheit, nasse, neblige Witterung oder die Zeitumstellung erhöhen die Gefahr von Wildunfällen. Für einige Wochen sind viele Berufstätige in der Morgendämmerung unterwegs, genau dann, wenn zum Beispiel Wildschweine bei der Futtersuche die Straßen überqueren. Auch bei Rehen und Hirschen gelten Oktober und November als Hochrisiko-Monate, weil sch die Tiere nach der Erntezeit aufmachen, neue Äsungsflächen oder Einstände auszukundschaften.

Fahrtipps: Im Herbst bitte extrem vorsichtig!

Runter vom Gas: "Besser langsam als Wild" rät eine unserer Broschüren und empfiehlt, besonders im Wald und an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern die Geschwindigkeit zu drosseln. Bei Tempo 60 ist der Anhalteweg 35 Meter lang, bei 100 schon fast 80!

Bei neuen Straßen durch den Wald ist extreme Vorsicht geboten: Wild ändert seine vertrauten Wege kaum.

Ein Tier auf oder an der Straße? Abblenden (grelles Licht macht die Tiere orientierungslos), abbremsen und hupen. Auch wenn kein Wild mehr zu sehen ist: wegen möglicher Nachzügler langsam weiterfahren.

Wenn eine Kollision unvermeidbar ist: besser ein kontrollierter Aufprall als unkontrolliertes Ausweichen. Im Ernstfall Lenkrad festhalten, geradeaus fahren und dabei bremsen.

Hilfsmaßnahmen: Was tun, wenn es doch passiert ist?

Auf keinen Fall weiterfahren, selbst wenn du nicht verletzt wurdest. Das ist Fahrerflucht! Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und, die Unfallstelle mit einem Warndreieck sichern und die Polizei oder den Jagdpächter alamieren.

Verletzte Tiere unbedingt liegen lassen und keinesfalls anfassen, sie sind möglicherweise aggressiv. Ist das Wild geflüchtet, musst du die Kollision trotzdem melden, damit das verletzte Tier gesucht werden kann, das verlangt das Tierschutzgesetz.

Dabei ist die korrekte Angabe des Unfallortes entscheidend. Die Koordinaten findest du in der SOS- oder Hilfe-Einstellung im Navigationsgerät oder unter Kompass auf dem Handy.

Wie du Stationszeichen auf Straßen verstehst, verrät dir eine Broschüre des Bayerischen Landesverbands Bayerischer Fahrlehrer.

Text: Carolin Schuhler