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Kostspielige Verkehrssünden

Manch Übermut oder Fahrfehler auf der Straße geht ziemlich ins Geld.
Bevor euer Erspartes dem aufmerksamen Polizisten ausgehändigt werden muss, gilt: bitte nicht während der Fahrt telefonieren, bitte keinen Alkohol vor der Fahrt und wo „Zone 30" dran steht, handelt es sich nicht um eine Rennstrecke!

Übrigens: der Ablauf der „Strafe" nach einem Verkehrsverstoß ist nicht immer gleich. Je nach Schwere des Verstoßes erwartet den Betroffenen ein Verwarnungsgeldverfahren, das Bußgeldverfahren oder ein Strafverfahren.
 
Verwarnungsgeldverfahren

Ein Verwarnungsgeld von 5 bis 35 EUR wird für geringfügige Verfehlungen im Straßenverkehr gefordert. Die Höhe des Verwarnungsgeldes richtet sich nach der Schwere des Verstoßes. Die Verwarnung kommt per Post oder wird direkt ausgehändigt. Man bekommt das berühmte "Knöllchen".
Wird das Knöllchen innerhalb von einer Woche bezahlt, ist das Verfahren für den „Verkehrssünder" schnell und einfach beendet. Allerdings besteht kein Anspruch auf diesen einfachen Weg. Sollte z.B. der Polizist den Betroffenen nicht erreichen oder die Verwarnung gar nicht oder zu spät bezahlt werden, folgt das Bußgeldverfahren.

Bußgeldverfahren
Mittelschweren Verkehrsverstößen folgt ein Bußgeldverfahren. Die Höhe der Bußgelder können im aktuellen Bußgeldkatalog (s.u.) nachgelesen werden. Für diese Verkehrsverstöße werden automatisch auch 1 bis 4 Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen. Ein Fahrverbot zwischen 1 bis 3 Monaten ist bei schweren Verkehrsverstößen zu erwarten. Es können aber auch leichte Verstöße zu unfreiwilligen Fahrpausen führen, wenn man sich als unverbesserlicher Wiederholungstäter entpuppt.
Bei Fragen zum Bußgeldbescheid, z.B. ob der Beginn des Fahrverbots zeitlich verschoben werden kann, ist eine Beratung durch einen Anwalt empfehlenswert. In der ADAC starter- und ADAC young driver-Mitgliedschaft ist übrigens eine kostenfreie juristische Erstberatung durch einen ADAC Vertragsanwalt inklusive!

Strafverfahren
Ein Strafverfahren wird bei besonders schwerwiegenden Verkehrsverstößen eingeleitet. Von Geldstrafen über Führerscheinentzug bis hin zu einer Freiheitsstrafe ist hier alles möglich. Ein Strafverfahren ist häufig die Folge bei Nötigung, Fahrerflucht, Trunkenheit am Steuer oder Gefährdung durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Verhalten.

Was zu schnelles Fahren im Einzelfall kostet, zeigt euch der neue Bußgeldrechner des ADAC an.

Wenn ihr mit zu geringem Sicherheitsabstand geblitzt wurdet, zeigt euch der Abstandsrechner, wie tief die Kerbe auf dem Konto ausfallen wird.



Der Bußgeldrechner berechnet nur den Regelsatz bei Geschwindigkeitsüberschreitungen. Besondere Umstände wie Probezeit, Sachbeschädigung, Gefährdung oder Voreintragungen bleiben unberücksichtigt. Hierzu und zu Fragen bezüglich anderer Verkehrsdelikte könnt ihr unsere ADAC Juristen ansprechen.