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Fuß vom Gas bei Wind und Sturm!

Bei extrem starkem Wind solltest du dein Auto stehen lassen und dich gar nicht ans Steuer setzen! Wenn du jedoch unbedingt losmusst, rechne mit Verkehrsbehinderungen z.B. durch abgebrochene Äste oder herumfliegende Teile. Fahre extrem aufmerksam, denn Sturm und starke Winde bringen dein Auto ins Schlingern.

Hier sind unsere Tipps zum Fahren bei starken Wind.

  • Fahre mit angepasster Geschwindigkeit. Wenn du langsamer unterwegs bist, hast du mehr Zeit, um dein Gefährt unter Kontrolle zu halten und bei Bedarf mit fahrerischem Geschick kontrolliert gegenzulenken, wenn dein Auto von einer Böe erfasst wird.
  • Achte unbedingt auf Windsäcke oder Hinweisschilder an Gefahrenstellen. Die Gefahr, von Seitenwinden und Böen erfasst zu werden, ist auf Brücken und in Waldschneisen besonders groß. Aufschluss über die jeweilige Windstärke können auch Bäume und Sträucher geben.
  • Fahre bei starken Wind nicht mehr in Waldgebiete ein. Bäume können umstürzen oder die Fahrbahn bereits blokiert sein.
  • Passe beim Überholen, speziell von Lkw oder Bussen, besonders auf. Während du zunächst im Windschatten des überholten Fahrzeugs fährst, wird dein Wagen nach dem Überholvorgang voll vom Seitenwind erfasst.
  • Fahre mit Dachbox oder Dachgepäckträger extra aufmerksam. Die Auswirkungen von Sturm und Böen sind bei Fahrzeugen mit Dachlasten wie Fahrrädern oder Skiboxen aufgrund der größeren Aufprallfläche stärker. Besonders anfällig für Seitenwind sind darüber hinaus Wohnmobile und Wohnwagengespanne sowie Busse und Lkw. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.


Wer zahlt bei Schäden am Auto?

 
Schäden am Auto, die durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste entstehen, kannst du gegebenenfalls über deine Teilkaskoversicherung abgewickeln. Beulen am geparkten Wagen oder Schäden nach einer Kollision mit einem direkt vor das Auto stürzenden Baum musst du notfalls nicht nur mit Foto, sondern zusätzlich mit konkreten Angaben vom Wetteramt belegen. Um einen Sturmschaden nachzuweisen, muss zum Zeitpunkt der Beschädigung mindestens Windstärke 8 geherrscht haben. Und bei so starken Winden solltest du eigentlich gar nicht unterwegs sein! Wer auf einen bereits umgestürzten Baum auffährt geht bei der Teilkaskoversicherung leer aus. Hier springt – sofern vorhanden – die Vollkaskoversicherung ein.

Bei Wasserschäden gelten ähnliche Bedingungen: Bei plötzlich auftretenden Überschwemmungen oder wenn das Auto in einer mit Wasser vollgelaufenen Tiefgarage beschädigt wird, haftet und zahlt die Teilkasko. Wenn du aber durch eine offensichtlich bereits überschwemmte Straße fährst und damit einen Schaden am Fahrzeug in Kauf nimmst, musst du damit rechnen, dass dir grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. und die Versicherung nicht zahlt. Grundsätzlich gilt die Faustregel: „Kommt das Wasser zum Auto“, zahlt die Kaskoversicherung, „kommt das Auto zum Wasser“, muss der Betroffene selbst für den Schaden aufkommen.