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Illegale Rennen: Bis zu zehn Jahre Haft

ADAC: Illegale Autorennen

Immer wieder werden bei illegalen Straßenrennen Unbeteiligte schwer verletzt oder sogar getötet. Der Bundesgerichtshof hob nun ein Urteil auf, bei dem die Angeklagten nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden waren. 

 

Zwei Autos halten an einer roten Ampel. Die Fahrer verständigen sich, bei Grün startet das Rennen. Wer die nächste Ampel zuerst erreicht, hat gewonnen. So einfach, so gefährlich, vor allem für Unbeteiligte.

 

Der Bundesgerichtshof hob nun ein Urteil auf, bei dem die Angeklagten ursprünglich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden waren. Sie hatten bei einem illegalen Autorennen eine Fahrradfahrerin erfasst, die wenig später ihren Verletzungen erlag.

Bis zu zehn Jahre Haft

Auch der Bundestag hatte kürzlich einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der bei illegalen Autorennen deutliche härtere Strafen vorsieht. Wer solche Rennen veranstaltet oder daran teilnimmt, soll künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Bis zu zehn Jahre drohen, wenn jemand dabei schwer verletzt oder getötet wird. Auch Fahrzeuge sowie Führerscheine von Beteiligten sollen eingezogen werden können.

Das sagt der ADAC

ADAC Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker: „Illegale Autorennen sind Straftaten, die Menschenleben bewusst gefährden. Deshalb müssen diese verantwortungslosen Raser gesellschaftlich geächtet und strafrechtlich sanktioniert werden. Dazu bedarf es der Umsetzung von Recht durch Sanktionen, auch durch mehr Kontrollen.“

Mit Material von dpa.