young_generation

Motorroller-Tuning kann Führerschein kosten

ADAC: Motorroller-Tuning kann Führerschein kosten

Wer seinen Motorroller aufmotzt und die maximal vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde überschreitet, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Motorroller zu tunen, kann unangenehme Folgen nach sich ziehen: Wer seinen Scooter aufmotzt, die maximal vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde überschreitet und keinen Motorradführerschein besitzt, muss sich wegen Fahrens ohne Führerschein verantworten. „Dann droht eine Geldstrafe von einem monatlichen Nettogehalt“, erklärt Rechtsanwalt Christian Janeczek vom Deutschen Anwaltverein (DAV).


Außerdem musst du als Fahrer eines aufgemotzten Motorrollers damit rechnen, deinen Führerschein für den Pkw zu verlieren, wenn du bereits in der Flensburger Verkehrssünderkartei gelistet bist. Drei Punkte werden beim Fahren ohne Erlaubnis fällig. Laut Straßenverkehrsgesetz (StVG) kann sogar eine Freiheitsstrafe von einem Jahr drohen. Bei Mopeds beträgt die maximale Geschwindigkeit 40 km/h. Mofas dürfen maximal 25 km/h schnell sein.


Kommt es zu einem Unfall, haftet der Fahrer des getunten Rollers nicht zwangsläufig. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs muss er nur dann für den Schaden aufkommen, wenn nachgewiesen werden kann, dass der nicht vorhandene Motorradführerschein Ursache für den Schaden war (Az: VI ZR 115/05). Gleiches gilt bei überhöhter Geschwindigkeit: Wenn der Fahrer schneller als 45 km/h unterwegs war, muss der Versicherungsschutz nicht erlöschen. Der Unfallgegner müsste nachweisen, dass das überhöhte Tempo die Kollision verursacht hat.

Mit Material von dpa