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Was tun bei einer Verkehrskontrolle?

Verhalten bei einer Polizeikontrolle

Für viele Autofahrer ist eine Polizeikontrolle sehr unangenehm. Wir klären auf, welche Rechte und Pflichten du in einer solchen Situation hast. Vor allem gilt: Ruhe bewahren.

Bei Verkehrskontrollen musst du als Autofahrer nicht jeder Aufforderung von Polizeibeamten nachkommen. Grundsätzlich gilt: Ruhe bewahren, bei der nächstmöglichen Gelegenheit anhalten und dies der Polizei durch Blinken oder langsameres Fahrer anzeigen. Der Aufforderung, einem Polizeifahrzeug nachzufahren, solltest du unbedingt Folge leisten. Sonst drohen 70 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Bei der Kontrolle sollten sich Autofahrer immer so verhalten, dass sich die Polizisten nicht bedroht fühlen. Wir raten dir, nachts bei eingeschalteter Innenbeleuchtung im Auto zu warten, bis der Beamte dich anspricht. Auf informative Fragen, etwa wo du herkommst, musst du nicht antworten. Personalien müssen jedoch bekanntgegeben, Fahrzeugpapiere und Führerschein ausgehändigt werden.

Bei Vorwürfen juristischen Rat einholen!

Bei Verdacht auf eine Verkehrsstraftat oder Ordnungswidrigkeit musst du dich als Autofahrer nicht zum Vorwurf äußern. Bleibt die Belehrung durch die Polizei aus, kann deine Aussage als Fahrer später nicht oder nur sehr eingeschränkt gegen dich verwendet werden. In jedem Fall solltest du dir überlegen, ob und wie du dich zu einem Vorwurf äußerst. Oft empfiehlt es sich darauf hinzuweisen, dass man erst juristischen Rat einholen möchte.

Wenn die Polizei das Fahrzeug technisch oder nach mitgeführten Gegenständen untersucht, musst du nicht mithelfen. Im Auto verbotene Gegenstände, etwa Radarwarner, dürfen die Beamten aber sofort sicherstellen.

Alkoholtest ist keine Pflicht

Außerdem ist niemand verpflichtet, einer Atemalkoholmessung oder einem Drogenschnelltest zuzustimmen. Verweigerst du das als Fahrer, wird dich die Polizei allerdings für die Blutabnahme zur nächsten Wache mitnehmen. Wer weder Alkohol noch Drogen konsumiert hat, sollte dem Test zustimmen, um so schnell wie möglich weiterfahren zu können.

Fällt ein Verwarnungsgeld an, sind Autofahrer nicht gezwungen, an Ort und Stelle zu bezahlen. Bei einem Bußgeld ab 60 Euro – zum Beispiel für einen Rotlichtverstoß – muss die Polizei ein Bußgeldverfahren einleiten. Der Bescheid wird dir dann zugeschickt.