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10 Mythen übers Autofahren im Winter

ADAC: 10 Mythen übers Autofahren im Winter

Ob Guckloch, falsche Reifen oder Daunenjacke: Auch im Winter kannst du als Autofahrer einiges falsch machen – Bußgeld und Punkte drohen. Wir haben für dich die größten Autofahrer-Mythen bei Eis und Schnee zusammengefasst.

Mit Guckloch fahren: Ist deine Frontscheibe vereist oder mit Schnee bedeckt, reicht es nicht, nur ein Guckloch freizukratzen. Wenn du dies tust, muss du mit eingeschränkter Sicht und 10 Euro Strafe rechnen. Wichtig für gute Sicht ist auch, dass deine Scheibenwischanlage mit Frostschutzmittel gefüllt ist.

Wintermantel am Steuer: Setzt du dich mit Wintermantel oder Daunenjacke hinters Steuer, gefährdest du aufgrund des nicht optimal anliegenden Gurts deine Sicherheit. Schon bei einem Crash mit 16 km/h schneidet das querliegende Gurtband tief in den Bauch ein. Innere Verletzungen sind möglich.

Eingeschneite Verkehrsschilder missachten: Sind verschneite Verkehrsschilder aufgrund ihrer Form (z.B. Stopp oder Vorfahrt gewähren) zu erkennen, oder bist du ortskundig, musst du die Schilder auf jeden Fall beachten. Ansonsten droht dir eine Strafe.

Schnee auf dem Autodach: Blinker, Rücklichter, Scheinwerfer und das Kennzeichen musst du vor dem Losfahren von Schnee und Eis befreien. Das gilt auch für das Autodach, damit weder der nachfolgende Verkehr noch deine eigene Sicht durch herabfallenden Schnee behindert wird.

Motor laufenlassen: Lass den Motor beim Eiskratzen und Schneefegen nicht im Stand laufen. Wer es dennoch tut, verursacht unnötigen Lärm und Abgase und riskiert 10 Euro Bußgeld. Im Stand braucht ein Motor sehr lange, bis er warm wird.

Bremsweg unterschätzen: Mit Sommerreifen ist der Bremsweg im Winter doppelt so lang. Auch herkömmliche Ganzjahresreifen benötigen im Durchschnitt etwa eine Fahrzeuglänge mehr zum Anhalten als ein guter Winterreifen. Wenn du trotz verschneiter Straßen ohne Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs bist, wirst du mit 60 Euro Geldbuße und einem Punkt in Flensburg bestraft. Wer durch falsche Bereifung den Verkehr behindert, bekommt 80 Euro Bußgeld und einen Punkt.

Räum- und Streufahrzeuge überholen: Von Überholmanövern raten wir dir dringend ab – denn vor Räum- und Streufahrzeugen ist die Fahrbahn häufig gefährlich glatt. Einem entgegenkommenden Räumfahrzeug solltest du ausreichend Platz lassen. Denn die Schneeschaufel ist deutlich breiter als das Fahrzeug selbst – das wird leicht unterschätzt.

Recht auf Winterdienst: Obwohl der Winterdienst Tag und Nacht im Einsatz ist, können nicht alle Straßen immer und zu jeder Zeit geräumt und gestreut sein. Autofahrer haben keinen Rechtsanspruch auf freie Fahrbahnen und müssen ihre Fahrweise und Geschwindigkeit immer den Witterungsbedingungen anpassen.

Auto am Straßenrand abstellen: Wer seinen Wagen mit abgelaufenem Saisonkennzeichen auf einem öffentlichen Platz oder an einer Straße abstellt, zahlt 40 Euro, bekommt einen Punkt und muss die Kosten fürs Abschleppen zahlen.

Ungesichertes Wintergepäck: Bei einem Unfall kann Wintergepäck schnell gefährlich werden! Skier bohren sich in die Rückenlehnen, Skistiefel treffen Köpfe, Insassen werden schwer verletzt. Ein ungesicherter Koffer mit etwa 20 Kilogramm trifft bei einem Crash mit Tempo 50 mit einer Wucht von bis zu einer Tonne auf. Deshalb solltest du Dachboxen, Skiträger und Spanngurte nutzen. Ungesicherte Ladung wird mit einem Punkt in Flensburg und bis zu 75 Euro Strafe geahndet.